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Energieeinsparverordnung: Neue Regeln für 2014

6. Februar 2014

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) stellte 2013 eine neue Novelle vor.  Diese gilt ab Mai 2014. Wie man es schon von Haushaltsgeräten gewohnt ist, werden  jetzt auch Häuser in Energieeffizienzklassen zwischen A+ und H unterteilt.  Aber die Hoffnung, dass Hauskäufer sich auf geringere Energiekosten freuen können, wenn das Haus einer guten Effizienzklasse zugehört, wird leider gleich zerschlagen. Denn die unterschiedlichen Energieträger lassen einen Vergleich auf diesem Weg nicht zu.  „So kann es sein, dass ein mit D bewertetes Haus mit einer Gasheizung die gleichen Energiekosten hat wie ein mit Fernwärme versorgtes Haus der Effizienzklasse B“, erklärt Ralph Paas, Vorsitzender des Immobilienverbandes der WAZ. Dies könne nicht pauschalisiert werden, da die Preise der Anbieter deutliche Unterschiede aufweisen.

Die Effizienzklasse muss im Energieausweis aufgeführt werden. Dieser wird aber nur benötigt, wenn man sein Haus verkaufen, vermieten oder verpachten will. Er  soll so für einen schnellen und bundesweiten Vergleich sorgen  und gibt Auskunft darüber, ob das Haus ein „Energiesparer“ oder ein „Energiefresser“ ist und es gibt ihn schon seit 2008. Neu ist aber, dass er ohne Aufforderung den  Miet- oder Kaufinteressenten vorgelegt werden muss, zum Beispiel im Zuge einer Wohnungsbesichtigung.  Bei Vertragsschluss muss selbiger in Kopie oder als Original ausgehändigt werden. Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, brauchen keinen Energieausweis.

Ein Energieausweis wird immer für das ganze Haus erstellt. Wenn also eine Eigentumswohnung verkauft werden soll, dann muss die gesamte Wohneigentumsgemeinschaft einen solchen in Auftrag geben. In diesem Fall sind auch Eigentümer betroffen, die ihre Immobilie selbst bewohnen.

Mit der neuen Novelle muss also für eine bessere Übersicht die Energieeffizienzklasse von A+ bis H in diesem Ausweis festgelegt sein. Dennoch behalten Ausweise, die vor Mai 2014 ausgestellt wurden, ihre Gültigkeit.  Wer seine Immobilie per Anzeige zum Verkauf anbietet, muss auch diese jetzt mit der Effizienzklasse versehen.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Eine weitere Änderung der durch die EnEV 2014 sieht die Verschärfung der Austauschpflicht von Heizungen vor. Statt der bisherigen 35 Jahre, muss eine Heizung ab 2015 schon nach 30 Jahren spätestens ausgetauscht werden. Ausgenommen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel mit einem besonders hohen Wirkungsgrad sowie Eigentümer, die seit Februar 2002 in Häusern mit 30 Jahre alten Heizungen leben, diese müssen erst nach Verkauf vom neuen Eigentümer ausgetauscht werden, wie der Verband Wohneigentum erklärt. Das heißt also, dass alle Heizungen, die vor 1985 eingebaut wurden, bis 2015 ausgetauscht werden müssen. Es sei denn, man hat das Haus schon vor Februar 2002 erworben und bezogen.

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